Rahel Marty Ngargam und Joseph Ngargam Walana leben mit ihrer Familie in Bongor im Süden des Tschads. 2012 gründeten sie Akwada, einen staatlich anerkannten, gemeinnützigen Verein. Die anfangs kleine Organisation setzte sich die Schwerpunkte Ausbildung, Kultur und Entwicklungszusammenarbeit. Von Beginn an waren die Unterprivilegierten in der Bevölkerung in ihrem Fokus. Sie wollten für die vielen Jugendlichen Perspektiven schaffen. Es entstanden verschiedene Projekte wie z. B. die Ausbildung in Bauberufen. Im Modul des praktischen Lernens am Objekt entstanden Kindergarten und Schule, Gesundheitszentren und aktuell ein Berufsausbildungszentrum. Der Staat übertrug Akwada die Verantwortung für Alphabetisierungsprogramme. So unterhalten sie einen Kindergarten und eine Primarschule und veranstalten ebenfalls Seminare für Ernährungs- und Gesundheitslehre. Auch eine Auto-Fahrschule gehört zum Programm. Gut ausgebildete (auch in Nothilfe) Auto- und Motofahrer werden langfristig die Anzahl an Unfällen vermindern.
Das Vermitteln von christlichen Werten, die Umsetzung praktischer Nächstenliebe wie auch die Tätigkeit in der Friedensarbeit (z. B. friedliches Zusammenleben der verschiedenen Ethnien) spiegeln den persönlichen Glauben von Rahel und Joseph. Akwada wird im nächsten Jahr 10 Jahre alt. Die Entwicklung des Vereins wie auch der Werdegang von Rahel und Joseph sind ein starkes Zeugnis für Gottes ‘Geschichte schreiben mit Menschen’.
Das Herz von Doris und Gody Schärer brennt schon lange für Witwen, Waisen, Geschiedene und Singles, die sich in schwierigen Lebenssituationen befinden. Auf einer Serbien Reise im Jahr 2017 durften Doris und Gody eine Pastorenwitwe kennenlernen, welche eine Gruppe für Witwen, Waisen Geschiedene und Singles gegründet hat und leitet. In dieser Gruppe sind auch viele Romas dabei. Die Nöte und Arbeitslosigkeit sind gross, aber auch die Gastfreundschaft und Herzlichkeit. Doris und Gody haben einen tieferen Einblick in die Arbeit dieser Frau erhalten und durften sie auch aktiv unterstützen. Es ist eine freundschaftliche Beziehung entstanden, welche über die Jahre intensiv gepflegt wurde und gewachsen ist.
Auf einer weiteren Reise im Jahr 2021 durften Gody und Doris zusammen mit Pastoren der Roma Gemeinde in Leskovac in verschiedenen Dörfern den schnell wachsenden Gemeinden dienen. Die Gemeindebesucher werden gelehrt in Wort und Jüngerschaft. Die Menschen haben Hunger nach Gott. Unter ihnen sind viele Analphabeten. Durch ihre eigne Roma-Sprache besteht eine Schwelle zur serbischen Volksschule und der serbisch gesetzlichen Sprache und Schrift. Dies führt dazu, dass die Roma eine sehr geringe Bildung haben, deshalb keine Ausbildung machen können und somit auch kaum Arbeit finden, was wiederum zu Armut führt. Um diesem Problem entgegenzuwirken, hat die Gemeinde ein kleines Schulhaus gekauft, in welchem sie eine Vorschule betreibt, die einen erfolgreichen Einstieg in die Volksschule ermöglichen soll. Neben der serbischen Sprache und dem kyrillischen Alphabet lernen die Kinder Hygiene, Tischmanieren und einen respektvollen Umgang miteinander.
Die Gemeinde hat das Ziel, dieses Angebot der Vorschule auch in anderen Dörfern einzuführen.